Oftmals als „Fluch und Segen zugleich“ betitelt, bietet die fortschreitende Digitalisierung Menschen mit Behinderung große Chancen für mehr gesellschaftliche Teilhabe – gerade auch im beruflichen Bildungskontext.
Die Werthmann-Werkstätten des Caritasverbandes Olpe setzen genau hier an: Neue digitale Lernwege und Methoden werden sinnvoll in den Arbeitsalltag und die Bildung der Teilnehmenden von Rehabilitationsmaßnahmen integriert.
Für Personen mit Unterstützungsbedarf in drei Schritten „Arbeit möglich machen“: Bildung – Begleitung – Beruf.
„Eigentlich sind wir von Geburt an mit allem ausgestattet, was wir zum Glücklichsein benötigen“, brachte es Comedian Dave Davis beim Stiftungsabend der Caritas mit Hinweis auf unser wichtigstes Organ auf den Punkt.
Zehn Jahre mit dem Herzen dabei ist auch die Caritas-Stiftung für den Kreis Olpe.
Seit 2013 rückt sie Menschen und caritative Projekte der Region in den Fokus, die nachhaltige Unterstützung benötigen. Jüngst feierte die Stiftung mit Freunden, Förderern und Weggefährten in der Olper Stadthalle den ersten runden Geburtstag. Serviert wurden magische, humorvolle und auch nachdenklich stimmende Leckerbissen von zahlreichen Akteuren, die einen wertvollen Akzent in der Adventszeit setzten.
„Da klingelte einfach der Bürgermeister, um mich abzuholen“, staunte Irene Keuser nicht schlecht, als Uli Berghof höchstpersönlich am Nikolausmorgen mit dem Caritas-Fahrdienst vorfuhr, um die Rentnerin in Frenkhausen abzuholen. Dreimal wöchentlich besucht sie die Caritas-Tagespflege in der Rosestadt und freut sich auf abwechslungsreiche Stunden in Gemeinschaft.
Dass nun ausgerechnet der erste Bürger der Stadt einen Vormittag mit den 13 Seniorinnen und Senioren verbrachte, mit ihnen frühstückte, klönte und am Aktivierungsprogramm teilnahm, machte den Tag für alle ganz besonders.
Es ist der 27. April 2018, der das Leben von Semih Atac aus Meggen für immer verändert. Der schwere Verkehrsunfall, bei dem sich sein Auto neunmal überschlägt hinterlässt Spuren – nicht nur sichtbare.
Eine zwölfmonatige Reha und zahlreiche Therapien, dank derer sich der junge Mann ins Leben zurückkämpft, folgen. Vor dem Schick-salstag beabsichtigte der damals 22-jährige, seinen Realschulab-schluss nachzuholen. Mit dem Ziel, „irgendwas im Bereich Elektronik“ zu machen. Heute drückt Semih Atac entschlossen den Griff der Kniehebelpresse herunter und konfektioniert fast täglich Kabel für die weitere Verarbeitung in der Abteilung Olpe der Werthmann-Werkstätten. Fünfeinhalb Jahre nach dem Unfall, ist Semih Atac dankbar für sein „zweites, geschenktes Leben“, das ihn mit der Unterstützung seiner Familie zu den Werthmann-Werkstätten des Cari-tasverbandes Olpe führte. Dort hat Semih Atac seit 2019 sein berufliches Zuhause in der Elektromontage gefunden: „Hier wird Arbeit möglich gemacht. Für jeden. Die Werkstatt interessiert sich für Menschen – sie hilft Menschen wie mir!“
Anlässlich des Internationalen Tags für Menschen mit Behinderung“ am 3. Dezember schildert Semih Atac seine Situation.
In der Caritas-Tagespflege Wenden wurde kürzlich eine lang erwartete Spende entgegengenommen:
Dank großzügiger Unterstützung der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden ist der Eingangsbereich der Tagespflege nun mit einem tollen Gemälde der Künstlerin Ilona Weber aus Heid bereichert.
Der großformatige Blickfang zeigt farbenfroh die Gemeinde Wenden mit allen zugehörigen Gemeindeteilen.
Herrlicher Plätzchenduft und strahlende Kinderaugen ließen erahnen, dass das Fest der Nächstenliebe naht.
Neben viel Freude am Backen erfüllten kürzlich auch viele gute Gedanken und Wünsche an Menschen in Not die Räumlichkeiten der Caritas-Tagespflege Welschen Ennest.
Sieben Ukrainische Waisenkinder, die im Caritas-Gebäude nebenan ein vorübergehendes Zuhause gefunden haben, backten – professionell ausgestattet mit Schürzen und Backmützen – gemeinsam mit Unterstützung von Mitarbeitenden aus Hauptberuf und Ehrenamt über 60 kg leckeres Weihnachtsgebäck für Obdachlose und Kinder aus Lampedusa.
Seit dem 1. November hat die Caritas-Geschäftsleitung ein neues „Gesicht“: Nicole Fries-Lehmann verantwortet den Bereich Personalmarketing/-entwicklung und Unternehmenskommunikation. Sie unterstützt das Team um Vorstand Christoph Becker und die Geschäftsleitungsmitglieder Jürgen Block (Innovation & QM) sowie Daniel Gerk (Administration). Erste Begegnungen mit den neuen Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle in Rhode sowie Termine und Besuche in den Einrichtungen des kreisweit tätigen Verbandes mit ersten Fachthemen verdeutlichen: Nicole Fries-Lehmann ist schon mittendrin in ihrer neuen „Caritas-Familie“.
„Couch oder Camino?“ – so lautete der Slogan für die Schulung neuer ehrenamtlich Mitarbeitenden bei Camino, dem Caritas-Hospizdienst. Camino braucht engagierte Ehrenamtliche, die bereit sind, schwerkranke Menschen auf dem letzten Abschnitt ihres Lebensweges zu begleiten und deren Bezugspersonen zu unterstützen.
Zwölf Interessenten folgten dem Aufruf in diesem Jahr und absolvierten den Kurs. Dieser fand an den beiden Standorten Attendorn und Wenden gleichzeitig statt. Die Treffen fanden vor Ort in Kleingruppen statt. Die Kursinhalte wurden in Präsenz, aber auch über Videokonferenzen zwischen den Gruppen, vermittelt.
Auszeichnungen wie „Great Place to Work®“ oder die Kampagne „Lieblingsarbeitsplatz“ sprechen für sich: Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden in der Caritas-Familie ist groß. Seit jeher fühlt sich der Caritasverband Olpe der Vereinbarkeit von Familie und Beruf verpflichtet.
Jüngst wurde der kreisweit tätige Wohlfahrtsverband als „Familienfreundliches Unternehmen“ re-re-zertifiziert. Mehr Bestätigung geht (fast) nicht. Zumindest was die Zertifizierung angeht, die nun unbefristete Gültigkeit besitzt. Darauf ausruhen wollen sich die Verantwortlichen aber nicht.
Der Sozialverband geht weiterhin viele Schritte zur Optimierung einer guten Work-Life-Balance für seine über 1.900 Mitarbeitenden in knapp 70 Einrichtungen und Diensten.
Mit der Unterstützung vieler ehrenamtlich Mitarbeitender fand wieder ein „Wintermärktchen“ im Caritas-Zentrum Finnentrop statt. Viele kreative Hobbykünstler waren da, um Selbstgemachtes und Dekoratives anzubieten. Einige Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Haus Habbecker Heide haben im Vorfeld und mit großem Eifer Kleinigkeiten hergestellt.
Für die Bewohnerschaft war es eine willkommene Möglichkeit, kleine Geschenke für Verwandte und Freunde auszusuchen.
Auch die Mieterinnen und Mieter aus dem Service-Wohnen, Angehörige und Mitarbeitende nutzten die Möglichkeit zum gemütlichen Verweilen bei Adventsmusik und Punsch.