Jung. Engagiert. Unverzichtbar! Ehrenamt kennt kein Alter – Mara macht’s vor


Seit 2024 engagiert sich Mara Schnüttgen ehrenamtlich im Haus Mutter Anna in Attendorn. Was zunächst als Schulprojekt begann, ist für sie längst zu einer Herzensangelegenheit geworden. Mit Spielen, Gesprächen und viel Einfühlungsvermögen schenkt sie den Bewohnerinnen und Bewohnern vor allem eines: Zeit. Im Interview erzählt die 17-Jährige aus Attendorn was sie antreibt – und warum sich Engagement gerade für junge Menschen lohnt.
Mara, wie bist Du zu Deiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Haus Mutter Anna gekommen?
Mara: Am Anfang der neunten Klasse wurde uns in der Schule das Gemeinschaftsprojekt des Rivius -Gymnasiums Attendorn und des Caritas-Zentrums Attendorn vorgestellt, bei dem wir einmal pro Woche eine Einrichtung besuchen konnten. Ich habe mich für das Haus Mutter Anna entschieden, weil ich es bereits durch meine Familie und Nachbarn kannte. Schon am ersten Tag durfte ich die Senioreneinrichtung mit den fünf Wohnbereichen näher kennenlernen, insbesondere den Wohnbereich „Vier Kreuzen“. Mit der Zeit wurde ich im Umgang mit den Bewohnenden immer sicherer und konnte schließlich selbstständig Aktivitäten gestalten. Als das Sozialprojekt endete, war für mich klar: Ich mache weiter. Seit Sommer 2024 bin ich ehrenamtlich dabei – und das mit großer Freude.
Was hat Dich motiviert, Dich zu engagieren?
Mara: Mein Cousin war schon vor mir in einer ähnlichen Einrichtung engagiert, das hat mich inspiriert. Ich wollte meine Freizeit sinnvoll nutzen und etwas tun, das auch anderen guttut. Das Schulprojekt kam da genau richtig. Außerdem spielt mein christlicher Glaube für mich eine wichtige Rolle – den ich während meiner Tätigkeit auch immer wieder erfahre. Und nicht zuletzt macht es mir einfach Spaß und ich nehme viele wertvolle Erfahrungen mit.
Wie sieht dein Einsatz im Alltag aus?
Mara: Normalerweise bin ich einmal pro Woche im Haus Mutter Anna. Ich organisiere Spiele im Wohnbereich „Vier Kreuzen“, erkläre sie und achte darauf, dass sich alle wohlfühlen. Dann wird gemeinsam gespielt, gelacht und geredet. Besonders beliebt sind zum Beispiel „Mensch ärgere dich nicht“, Sprichwort-, Zahlen- oder Sinnes-Spiele. Aber es geht gar nicht nur ums Gewinnen – vielmehr darum, gemeinsam eine schöne Zeit zu haben. Aktuell schaffe ich es wegen der Schule nicht jede Woche, aber am Wochenende unterstütze ich gern bei besonderen Angeboten.
Gibt es neben Spielangeboten noch weitere Aufgaben, bei denen Du unterstützt?
Mara: Vor allem geht es darum, Zeit zu schenken. Aber genauso wichtig ist es, einfach zuzuhören und Gespräche zu führen. Darüber hinaus helfe ich auch bei verschiedenen Aktionen wie Bastelangeboten, Singen, Kaffeerunden oder beim Adventsbasar. Die Einsatzmöglichkeiten sind wirklich vielfältig.
Was bedeutet dir dein Engagement persönlich und was würdest Du anderen jungen Menschen mit auf den Weg geben?
Mara: Man bekommt so viel zurück und kann gleichzeitig anderen eine Freude machen. Die Dankbarkeit der Bewohnenden, die gemeinsamen Momente – das ist etwas ganz Besonderes. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, offener auf Menschen zuzugehen und den Moment zu schätzen. Für mich ist das Ehrenamt eine echte Bereicherung. Also: Einfach mal ausprobieren! Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sich einzubringen – da ist für jeden etwas dabei. Wer sich engagiert, bewegt etwas – oft schon mit kleinen Gesten.
Attendorn, 06.07.2026