Elf Zimmer, eine Gemeinschaft: WG-Leben 2.0 mitten im Rahrbachtal

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Wer an das Wohnen im Alter denkt, hat oft zwei Extreme vor Augen: Das einsame Ausharren in der zu groß gewordenen eigenen Wohnung oder den Umzug in ein klassisches Pflegeheim. Doch was ist mit all jenen, die irgendwo dazwischenstehen? Diejenigen, für die die Treppen im eigenen Haus zur unüberwindbaren Hürde geworden sind, die sich aber noch viel zu jung und rüstig für eine stationäre Einrichtung fühlen? Genau für diese Menschen schafft der Caritasverband in Südwestfalen e.V. nun eine Antwort, die im Großraum Kirchhundem bisher vergeblich gesucht wurde.
Am 1. Juni 2026 fällt der Startschuss für die ambulant betreute Senioren-Wohngemeinschaft im Herzen von Welschen Ennest. Ein Ort, der zeigt, wie moderne Selbstbestimmung trotz Pflegebedarf aussehen kann. Mitten im lebendigen Rahrbachtal wird ein Zuhause geschaffen, welches die maximale Freiheit mit der beruhigenden Versorgungs-Sicherheit des Caritas-Netzwerkes kombiniert.
Die Brücke zwischen Freiheit und Fürsorge
Das Konzept der Senioren-WG ist ein bewusstes „Nein“ zum klassischen „Heim-Image“. Hier gibt es keine langen, anonymen Flure oder starre Dienstpläne, die den Rhythmus des Tages diktieren. Stattdessen wird das Prinzip „ambulant vor stationär“ konsequent zu Ende gedacht. Die WG schließt eine Versorgungslücke, die für viele Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige bisher eine schmerzhafte Leerstelle war. Die neue Wohngemeinschaft zeigt, dass ein Pflegegrad (ab Stufe 2) und ein selbstbestimmtes Leben Hand in Hand gehen können. Die Bewohnenden ziehen hier nicht in ein „Zimmer“, sie beziehen ihr neues Zuhause als Mieter mit allen Rechten und Freiheiten.
Privatsphäre trifft auf pulsierendes Leben
Das Herzstück der WG bilden die elf privaten Zimmer. Jedes für sich ist ca. 24 Quadratmeter groß, barrierefrei gestaltet und verfügt über ein eigenes, modernes Badezimmer. Hier ist Raum für Indivi-dualität: Ob die geliebte Vitrine, der bequeme Ohrensessel oder die Bilderwand mit den Fotos der Enkelkinder – die eigenen vier Wände bleiben ein privater Rückzugsort.
Tritt man jedoch durch die Zimmertür, wartet das Leben. Die großzügige Gemeinschaftsküche und der einladende Essbereich sind so konzipiert, dass sie zum natürlichen Treffpunkt werden. Es ist das „WG-Leben 2.0“: Hier wird gemeinsam gefrühstückt oder ein spontaner Spielenachmittag ge-startet. Die Präsenz von zehn Mitbewohnenden ist das wirksamste Rezept gegen die Vereinsa-mung im Alter. Sie sind Teil einer Gruppe, werden gesehen und können aktiv mitgestalten.
Alleinstellungsmerkmal in der Region: Sicherheit rund um die Uhr
Was diese Wohngemeinschaft jedoch zu einem echten Novum im Großraum Kirchhundem macht, ist das Sicherheitsversprechen. Während klassische ambulante WGs oft nur stundenweise betreut werden, setzt die Caritas in Welschen Ennest auf eine 24-Stunden-Präsenzkraft. „Wir betreten hier Neuland für unsere Region“, erklärt Sandra Ortmüller, Pflegedienstleitung der Caritas-Station Kirchhundem. „Es ist uns wichtig, dass immer jemand da ist – nicht nur als Pflegekraft, sondern als Begleitung im Alltag, als Ansprechperson bei kleinen Sorgen und als Sicherheitsanker in der Nacht.“, betont Diana Wiesner, Teamleitung der WG. Diese ständige Präsenz gibt nicht nur den Senioren ein gutes Gefühl, sondern entlastet vor allem die Angehörigen, die wissen: Im Fall der Fälle ist sofort Hilfe vor Ort, 365 Tage im Jahr.
Mitten im Dorf, mitten im Geschehen
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Einbettung der WG in den neuen Caritas-Senioren-Wohnpark. Die WG ist Teil einer sozialen Infrastruktur. Ein besonderes Highlight ist die unmittel-bare Nähe zum öffentlichen Quartierscafé „Café Plauderplätzchen“. Das Café ist Teil des Ehren-amt-Projektes „Plauderplätzchen“ und Schnittstelle zu den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Kirchhundem. Hier treffen die Bewohnenden auf Nachbarn, junge Familien und Freunde. Dieser Austausch sorgt dafür, dass jene mitten im Dorfgeschehen bleiben. Es ist dieses Gefühl von Zugehörigkeit, das Lebensqualität im Alter definiert.
Ein Versprechen an die Generation von morgen
Für Karolin Schmidt, Leitung des Caritas-Zentrums Kirchhundem, ist das Projekt eine Herzensangelegenheit: „Unsere WG ist ein Versprechen an die ältere Generation: Hier können Sie Ihre Selbstständigkeit wahren, ohne jemals allein zu sein. Ein solches Angebot hat hier bisher gefehlt und wir sind stolz darauf, diesen Weg nun gemeinsam mit den ersten Bewohnenden zu gehen.“
Plätze für Kurzentschlossene verfügbar
Da das Konzept bewusst klein und familiär gehalten ist, ist es auf elf Plätze begrenzt. Diese Exklusivität garantiert, dass auf die individuellen Wünsche jedes Einzelnen eingegangen werden kann. Zum offiziellen Start am 1. Juni sind aktuell noch Plätze für zukünftige Bewohnende ab Pflegegrad 2 verfügbar. Wer Teil dieses innovativen Wohnprojektes werden möchte oder für seine Angehörigen eine moderne, herzliche Alternative zur klassischen Pflege sucht, sollte nicht zögern. In persönlichen Beratungsgesprächen informiert die Caritas über alle Details zu Kosten, Pflegeleistungen und dem Einzugsprozess.

Folgende Info-Termine mit Treffpunkt an der Caritas-Station Kirchhundem, Johannesweg 9, 57399 Kirchhundem (Ortsteil Welschen Ennest) sind vorgesehen:
29.04.2026: von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
05.05.2026: von 13:45 Uhr bis 15:45 Uhr
03.06.2026: von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
16.07.2026: von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
05.08.2026: von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
09.09.2026: von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr

Ihre Ansprechpersonen:
Caritas-Zentrum Kirchhundem
Sandra Ortmüller (Pflegedienstleitung der Caritas-Station Kirchhundem) und Diana Wiesner (Teamleitung der Caritas-Senioren-WG)
Telefon: 02764 21540-3200
E-Mail: infoCZK@caritas-suedwestfalen.de

Welschen Ennest, 29.04.2026
Anna Woelke, Verwaltung