„Drei unter einem Dach“ – Kleiderkammer und Möbelbörse der Caritas sind mit Warenkorb in neuen Räumlichkeiten vereint

Foto: Scheckübergabe des Rotary-Clubs Olpe

Es ist geschafft – ein gemeinsamer Standort für drei wichtige Säulen der caritativen und ökumenischen Arbeit im Kreis Olpe ist jetzt feierlich seiner Bestimmung übergeben worden. Die drei sozialen Initiativen – die Möbelbörse der Caritas-Konferenzen und die Caritas-Kleiderkammer sowie die Ökumenische Initiative Warenkorb (Trägerschaft: Ev. Kirchengemeinde und Caritas-Konferenzen) sind ab sofort zentral in den Räumlichkeiten des ehemaligen SIBO-Gebäudes am Olper Bahnhof zu finden. Unterstützt durch eine großzügige Finanzspritze des Rotary-Clubs Olpe-Biggesee und zahlreiche heimische Akteure, können die Initiativen ihre wertvolle Arbeit nun barrierefrei fortführen und vernetzt agieren. 

Zum Hintergrund

Die Ökumenische Initiative Warenkorb (Trägerschaft: Ev. Kirchengemeinde und Caritas-Konferenzen) sowie die Möbelbörse der Caritas-Konferenzen und die Caritas-Kleiderkammer waren bisher an drei unterschiedlichen Standorten in Olpe untergebracht und aktiv. Bauliche Veränderungen im Stadtentwicklungsplan führten zu ersten Überlegungen eines Zusammenschlusses. Mit dem Gebäude in direkter Umgebung zum Olper Bahnhof und Rathaus wurde ein idealer, zentral gelegener und ausreichend großer Standort gefunden, die längerfristige Anmietung von der Olper Wirtschaftsförderungsgesellschaft wurde daraufhin besiegelt. Doch der sinnvollen Nutzung der drei Initiativen ging ein monatelanger Umbau voraus.

Das war zu tun

Um den Betrieb der ehrenamtlichen Initiativen gewährleisten zu können, musste sich das angemietete Gebäude einem baulichen Check-Up unterziehen, u. a. musste eine Außenrampe geschaffen werden, die nicht nur den barrierefreien Zugang, sondern insbesondere auch das unkomplizierte Anliefern der Waren ermöglicht. Daneben mussten aus hygienischen Gründen Fußböden ausgetauscht, neue Durchbrüche hergestellt und teilweise neue Türen eingebaut werden. Neben einem neuen Regalsystem wurde auch Baumaterial für Möbelbörse und Kleiderkammer, aber auch Dinge wie Hubwagen, Plattenwagen, die Installation einer Umkleidekabine und vieles mehr benötigt. All‘ das, so sind sich die Verantwortlichen einig, wäre ohne die Hilfen von außen und die Zusammenarbeit vieler Partner und Unterstützer nicht möglich gewesen. Nicht zuletzt ging es auch darum, ein ansprechendes Ambiente zu schaffen, um die Hilfen unter menschenwürdigen Umständen zu ermöglichen und auch einen geschützten Beratungsrahmen zu schaffen, wo bei Bedarf Mitarbeitende des Katholischen Sozialdienstes und Caritasverbandes für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung stehen. Finanzielle Unterstützung erfolgte auch durch die regionale Sparkasse und weitere Förderer. Auf ca. 300 Quadratmetern Nutzfläche ist nun die Möbelbörse der Caritas-Konferenzen im Untergeschoss angesiedelt, der Warenkorb als ökumenische Initiative (250 qm) teilt sich mit der Kleiderkammer der Caritas-Konferenzen (100 qm) das Erdgeschoss.

Allen drei Initiativen gemein ist der Dienst am Nächsten. Der positive Antrieb der vielen ehrenamtlich Tätigen ist, „für die Menschen da zu sein, die wenig zum Leben haben“. Gemeinsam kann man viel bewegen“, so die Initiatorinnen Lieselotte Harnischmacher vom Warenkorb, Marie-Luise Hesse von der Möbelbörse und Cornelia Heider, die die Kleiderkammer vertritt, unisono. Die Möbelbörse nimmt fortlaufend Spenden von gut erhaltenen Möbelstücken und Hausrat aller Art (Geschirr, Gläser, Töpfe, Besteck...) an, welche zielgerichtet an Bedürftige gegen Entrichtung eines geringen Betrags abgegeben werden. Der entstehende Überschuss kommt am Jahresende caritativen und sozialen Einrichtungen zugute. Die Kleiderkammer der Caritas-Konferenz bietet laufend gut erhaltene Kleidung für Klein und Groß an. Kleiderspenden können während der Öffnungszeiten vor Ort abgegeben werden oder in einem Kleider-Container auf dem Kirchplatz der St.-Martinus-Kirche deponiert werden. Die über 60 ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Warenkorbs geben an den entsprechenden Ausgabetagen an etwa 500 „Kunden“ Lebensmittel aus, wodurch mit Familienangehörigen mindestens 1.000 Menschen in den Kommunen Olpe, Drolshagen und Wenden versorgt werden können.

Die neue Anlaufstelle der drei Initiativen bietet: Hilfe, die benötigt wird. Hilfe, die ankommt.

Caritas. Nah am Nächsten.

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