Das soziale Herz der Gemeinde Kirchhundem

Bäckermeister Reinhard Hesse (vorne rechts) überreicht eine "Zehn". Daneben Andreas Mönig, Werkstattleiter; Daniel Schmelzer, Beschäftigter; Achim Scheckel, Abteilungsleiter; Michael Laukant, Beschäftigter und Frank Rupprecht, Teamleiter (von links).

"Hier ist das soziale Herz unserer Gemeinde", brachten Pastor Heinrich Schmidt und Bürgermeister Andreas Reinéry ihre Wertschätzung gegenüber den Werthmann-Werkstätten in Welchen Ennest auf den Punkt.

Anlass war die Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen Werthmann-Werkstätten in Welschen Ennest, die als Nebenstelle der Abteilung Olpe den vierten Standort im Kreis Olpe bildet. Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten im Kreis Olpe brachte es auf seine Art auf den Punkt: "Zehn Jahre Teilhabe am Arbeitsleben, zehn Jahre Arbeit möglich machen, zehn Jahre in Welschen Ennest." Andreas Mönig reflektierte kurz die Entwicklung der wichtigen Einrichtung: "2008 waren bei 60 zur Verfügung stehenden Plätzen mehr als 100 Personen in der Abteilung Olpe beschäftigt. Dies führte seinerzeit zu einem Aufnahmestopp. Durch den beispielhaften Einsatz, insbesondere des ehemaligen Abteilungsleiters Theo Selter, gelang es die Nebenstelle in Welschen Ennest im Oktober 2009 mit 30 Beschäftigten zu eröffnen. Die offizielle Eröffnung fand im Frühjahr 2010 statt. Im Jahr 2019 sind inklusive der Beschäftigten des "b.punkt" 79 Menschen beschäftigt. Die Gruppe der Beschäftigten hat sich in eine größere Breite verändert. Es gibt sowohl mehr Beschäftigte mit erhöhtem Förderbedarf, wie auch mit hoher kognitiver Leistungsfähigkeit. Die Bedeutung dieses Ort nach dem Motto „Caritas. Nah. Am Nächsten“! wurde aus Caritas-Sicht wurde durch die Eröffnung verstärkt. Dieser Weg wird jetzt konsequent weiter betrieben."

Achim Scheckel, Abteilungsleiter der Werthmann-Werkstätten Olpe und Welschen Ennest hob die Standortvorteile, mit der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und die Nähe zur Industrie hervor. Nach dem Start mit zwei Kunden in Lennestadt und Wenden, werden heute Aufträge von einfachen Verpackungs- und Montagetätigkeiten bis hin zu komplexen Montagen für Firmen aus dem gesamten Kreisgebiet und vor allem auch aus Welschen Ennest akribisch ausgeführt. Der Lagerbereich wird von den Beschäftigten geführt. Seit fünf Jahren gibt es den Bereich "DigitalPlus", der nach Anregung aus einer Klinik entstanden ist und umgesetzt wurde. Hier werden Akten zum Digitalisieren aufwendig aufbereitet und anschließend gescannt. Die Jahreskampagne des Caritasverbandes „Sozial braucht Digital“ wurde schon somit bereits im Vorfeld aufgegriffen und umgesetzt. "Die Datenschutzbestimmungen werden beachtet und mittlerweile gibt es Anfragen aus ganz NRW.  Das ist auch ein wichtiger Schritt in Richtung "Industrie 4.0", denn viele Unternehmen stellen ihre Aktenbestände inzwischen auf digitale Akten um“ erklärt Achim Scheckel.

Bürgermeister Andreas Reinéry betonte, dass Arbeit das zentrale Thema sei und in den Werthmann-Werkstätten gelinge. "Der kurze Weg am Standort Welschen Ennest kann sich sehen lassen und ist aller Ehren wert", so Bürgermeister Reinéry. Teamleiter Frank Rupprecht stellte im Gespräch die persönliche Situation eines Beschäftigten dar. Dieser zeigte sich optimistisch: "Ich kann weiter positiv in die Zukunft schauen." Pfarrer Heinrich Schmidt freute sich, dass das zehnjährige Bestehen am Gedenktag des Heiligen Vinzenz von Paul gefeiert wurde, der auf Grund seines Wirkens auf dem Gebiet der Armenfürsorge und Krankenpflege als Begründer der neuzeitlichen Caritas gelte. Die Feierstunde wurde von Theo Pagonakis musikalisch umrandet. Der Vorsitzende der „Dorf AG“ Welschen Ennest und Bäckermeister Reinhard Hesse überreichte als Geschenk eine gebackene "Zehn" und brachte damit auch die Verbundenheit mit dem Ort Welschen Ennest zum Ausdruck. „Wir sind froh, dass Ihr da seid!“ resümierte er.

Andreas Mönig

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