Politik vor Ort

von links: Abteilungsleiterin Susanne Rüenauver; MdB Johannes Vogel, Iris Broll, Georg Eberts, beide Vertreter des Werkstattrats und Andreas Mönig, Werkstattleiter

In der Abteilung Lennestadt nutzte er den Austausch mit dem dortigen Werkstattrat und den Verantwortlichen. Der Werkstattrat – vergleichbar mit einem Betriebsrat – stellte seine konkrete Arbeit vor. Deutlich wurde, dass die Werthmann-Werkstätten die Mitbestimmung der Menschen mit Behinderungen besonders wichtig nehmen. So werden beispielsweise die Beschäftigten bei den Personaleinstellungen aktiv beteiligt. Die Beschäftigten begrüßten ausdrücklich, dass auch für die kommende Europawahl das Wahlrecht für Menschen mit Vollbetreuung gesichert ist. „Endlich werden die Menschen mit Behinderungen beim Wahlrecht gleich behandelt“, so Georg Eberts, Vorsitzender des Werkstattrates der Abteilung. Auch Vogel freute sich über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes: „Es ist gut, dass auch Menschen mit Behinderungen nun ihr aktives Wahlrecht gleichberechtigt ausüben können!“

Die Auswirkung des Bundesteilhabegesetzes war auch Gegenstand der Diskussion. „Derzeit erleben wir eine hohe Verunsicherung bei den Angehörigen. Für das Gesetz fehlen die konkreten Umsetzungsschritte. Es ist unbedingt notwendig, dass Betroffene und Angehörige zeitnah informiert werden“, so Andreas Mönig, Leiter der Werkstätten.

Die besondere Rolle der Menschen mit schwersten Behinderungen unterstrich Abteilungsleiterin Susanne Rüenauver. „Durch die Umsetzung kleinster Arbeitsschritte erfahren sie Teilhabe am Arbeitsleben“. Dies wurde auch bei der anschließenden Führung konkret sichtbar. Herr Vogel betonte, dass er sich für die Klärung der offenen Themen einsetzen wird.

Attendorn, 25.04.2019

Andreas Mönig

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