Die Natur ins Haus holen

Die naturnahe Ortsrandlage war Inspirationsquelle für die Idee von Margret Bröcher zur Umgestaltung ausgesuchter Bereiche im St. Josefsheim.

Mit stilsicherer Hand und unter Berücksichtigung der Tradition, der Historie und der räumlichen Gegebenheiten des Hauses verwandelt die engagierte Dekorateurin die Cafeteria, den Übergang zwischen den beiden Häusern und einen Aufenthaltsraum in kleine „Wohlfühloasen“. Unterstützt wurde sie dabei ehrenamtlich von Gerd Rawe, der die Malerarbeiten, die die Basis bilden, ausführte.

In der sogenannten „Vogelecke“ – ein beliebter Treffpunkt der Bewohner, um mit Zimmernachbarn oder Angehörigen einen Plausch zu halten, wird die Thematik  „Vögel“ aufgegriffen. Früher stand hier ein Vogelkäfig mit echten Vögeln. Jetzt sitzen aus Holz lebensnah gearbeitete, heimische Singvögel auf den Fensterbänken. Ein Zwitscherkasten sorgt auf Wunsch für leises Vogelzwitschern im Hintergrund. Wände, in einem sanften Grünton verbreiten eine ruhige und behagliche Atmosphäre. Naturnahe Bilder, Holzobjekte, Blumen und andere schöne Elemente runden das gelungene Gesamtkonzept ab. Den Jahreszeiten entsprechend werden einzelne Elemente verändert, die Vögel „ziehen“ weiter und landen in einem andern Raum. Eine lebendige,  sich immer wieder ändernde „Landschaft“ im Haus begleitet die Bewohner über das Jahr.

Mit dieser Neugestaltung möchten wir Bewohnern, die nicht mehr gut zu Fuß sind, die Natur näher bringen. Die meisten kommen aus Wenden und sind eng mit ihrer Heimat verbunden. Durch eine den Jahreszeiten entsprechende Dekoration können sie jederzeit an dem Wandel teilhaben, auch wenn sie nicht mehr in der Lage sind, das Haus zu verlassen. Die vertrauten Gegenstände und Geräusche  – Blumen, Früchte im Herbst,  Vogelstimmen - stimulieren auch dementiell veränderte Bewohner und wecken schöne Erinnerungen.

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