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Empfang 2012
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Lebendiges Miteinander

Neujahrsempfang des Caritas-Zentrums

Seit der Übernahme des St. Josefsheimes Wenden und der Eröffnung der Caritas-Station im Jahr 2010 hat sich das Caritas-Zentrum Wenden das Zusammenwachsen von ambulant und stationär auf die Fahnen geschrieben. Die Bilanz dieser Herausforderung kann sich sehen lassen. - Von Marianne Möller

Mittlerweile sind in den Stationen Wenden und Drolshagen und im St. Josefsheim mehr als 280 Menschen im Ehrenamt und Hauptberuf tätig. Ihnen allen sagte Einrichtungsleiter Vinzenz Hohleweg beim Neujahrsempfang im Saal des St. Josefsheimes bei einem guten Essen Danke für all das, was sie für die Menschen tun, deren Unterstützung und Begleitung sie als Auftrag angenommen haben: „Ohne Sie, ohne uns alle, würde es nicht funktionieren, Menschen in Krankheit und im Alter ein würdiges Zuhause im eigenen Haus, in der eigenen Wohnung oder im Seniorenhaus bieten zu können.“

Das lebendige Miteinander sowie die gemeinsame Entwicklung und Gestaltung sind bei allen Zielen die wichtigsten Faktoren. Das führte besonders im stationären Bereich zu vielfältigen Aktivitäten. Sie spannten einen Bogen von der Karnevalsfeier über bunte Nachmittage, Geburtstagsfeiern, das Scheunen-, Sommer- und Schützenfest, Spielnachmittage bis hin zu Geselligkeiten in den Gruppenräumen, den Wohnbereichen und in der Kaffeestube. Stark gewachsen sind die Aktivitäten im ambulanten Bereich. Die Mitarbeiter fahren von Ort zu Ort und versorgen kranke Menschen, sie beraten pflegende Angehörige im Umgang mit Demenz und in der Pflege, sie begleiten Menschen auf ihrem letzten Weg im Sinne von „Camino“, sie trösten Angehörige und machen ihnen Mut und sie gewähren Momente und Zeiten der Stille und der Seelsorge. Kurzum: Sie sind da, wenn sie gebraucht werden, haben ein offenes Ohr und zeigen Herz.

Derzeit sind in den Caritas-Stationen Wenden und Drolshagen und im St. Josefsheim Wenden etwa 150 Mitarbeiter hauptberuflich tätig. Sie werden unterstützt von 135 ehrenamtlichen Kräften, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen hauptsächlich im St. Josefsheim und bei „Camino“ regelmäßig oder bei verschiedenen Veranstaltungen einbringen. Dass ein Jahr nach der Trennung von Olpe die Caritas-Stationen Wenden und Drolshagen seit Herbst letzten Jahres zu zwei selbständigen Einrichtungen mit eigenen Versorgungsverträgen und komplett eigenen Strukturen sowie eigener Leitung umstrukturiert wurden, wertete Vinzenz Hohleweg als wichtigen Schritt. Die steigende Nachfrage belege die Bedeutung der Vor-Ort-Präsenz. Aktuell werden insgesamt 325 Menschen betreut, die im St. Josefsheim leben oder durch die ambulanten Dienste regelmäßig gepflegt, unterstützt und begleitet werden.

Bei seinem Ausblick auf das Jahr 2012 sprach der Einrichtungsleiter auch die Neubaupläne für das Caritas-Zentrum an. „Wir alle wünschen uns eine baldige Entscheidung, weil vom Standort letztlich auch die differenzierte Ausarbeitung der Konzepte abhängig ist“, sagte Hohleweg. In den Blick nehmen will das Leitungsteam das Angebot der Tagesbetreuung für den Bereich Wenden, das sich an den Wünschen der Besucher orientieren soll. Damit ist ein freier Tagestreff mit interessanten Öffnungszeiten gemeint. Eine weitere Herausforderung ist weiterhin die qualifizierte Personalausstattung. Auch hier übernimmt das Caritas-Zentrum Verantwortung. In allen relevanten Teilbereichen werden derzeit 12 junge Menschen ausgebildet. Im Bereich der ambulanten Angebote sieht das Leitungsteam um Vinzenz Hohleweg Entwicklungsnotwendigkeiten bei der Entlastung von versorgenden Angehörigen im häuslichen Bereich. Hier wurden interessante Modelle entwickelt, die sicher auch in Wenden Erfolgschancen haben.