Neues, innovatives Eigenprodukt erhältlich

Foto: Mit Patin Tanja Mennekes(sitzend rechts) hat Eva Winkelmann (sitzend links) nicht nur einen starken Partner neben sich, sondern mit Kerstin Cremer, Hans-Gerd Mummel und Bettina Vetter (stehend von links) auch viel Hilfe im Rücken.

 

Saalhausen

Gelebte Inklusion ist im Kindergarten St. Josef in Saalhausen Alltag. Seit Februar diesen Jahres arbeitet Eva Winkelmann hier im Rahmen eines betriebsintegrierten Arbeitsplatzes der Werthmann-Werkstätten, Abteilung eXtern, als Betreuungshelferin. Für die 28-Jährige ging damit ihr Berufswunsch in Erfüllung und das trotz ihrer Behinderung. Sie ist damit eine von rund 40 Beschäftigten, die außerhalb der Werkstatt einen Arbeitsplatz gefunden hat.

„Eva Winkelmann trat mit ihrem Wunsch, einen Arbeitsplatz außerhalb der Werthmann Werkstätten zu bekommen, auf uns zu“, erklärt Kerstin Cremer. Sie ist die zuständige Integrationsassistentin der Einrichtung. „Sie wünschte sich einen Arbeitsplatz hier im Kindergarten.“ Kerstin Cremer nahm zunächst Kontakt mit dem Träger des Kindergartens, der Katholische Kindertageseinrichtungen Siegerland-Sauerland gem. GmbH auf und traf auf offenen Türen.

„Wir haben in der Zusammenarbeit mit dem Caritasverband in Neu-Listernohl schon gute Erfahrungen gemacht und waren daher zu dieses Projekt sofort bereit“, erklärt Geschäftsführer Hans-Gerd Mummel.

Zunächst wurde eine Schnupperwoche vereinbart um zu sehen, ob die Idee auch im Alltag realisierbar ist und die Chemie stimmt. Es folgte ein sechswöchiges Praktikum und dann das O.K. zu einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. „Wir möchten Eva nicht wieder abgeben“, so Leiterin Bettina Vetter. „Aber wir sind auch stolz, dass wir einen Träger haben, der uns so etwas ermöglicht, denn Inklusion gibt es nicht nur bei unseren Kindern, sondern somit auch im Team.“

Als Patin steht ihr seitdem Tanja Mennekes zur Seite. Sie bietet Eva Winkelmann eine persönliche Begleitung im täglichen Berufsalltag. „Ich kenne Eva schon seit ihren Kindertagen, denn als Kindergartenkind waren sie und ihre Schwester in meiner Gruppe“, freut sich Tanja Mennekes. Sie selber ist vertraut im Umgang mit behinderten Menschen. „Ich habe ein paar Jahre das therapeutische Reiten im Nachbarort begleitet und zum Schluss fortgeführt. Durch meine Erfahrung habe ich auch einen anderen Blick auf die Dinge.“

Für Eva Winkelmann ein Glücksfall, aber auch für den Kindergarten, denn die Milchenbacherin ist „eine echte Bereicherung für uns“, so Leiterin Bettina Vetter. „Die Kinder nehmen sie vorbehaltslos an und auch im Team ist sie integriert.“ Eva Winkelmann selber bringt es auf den Punkt. „Ich fühle mich hier pudelwohl“ und dann erschallt ihr ansteckendes Lachen. „Dieses Lachen ist ansteckend“, sind sich alle einig.

Neben Hilfestellungen bei der Kinderbetreuung ist Eva Winkelmann im hauswirtschaftlichen Bereich des Kindergartens im Einsatz. Aber auch bei den verschiedenen Nachmittagsange-boten, die der Kindergarten täglich bietet, ist sie eine willkommene Hilfe. „Die Arbeit hier ist klasse und viel schöner als in der Werkstatt“, freut sie sich über ihren Beruf. Manchmal aber kommen ihre ehemaligen Kollegen vorbei. Sie sind im Garten- und Landschaftsbau der Werkstatt in Saalhausen im Einsatz. „Dann freue ich mich schon sie zu sehen und bringe ihnen den Kaffee zur Frühstückspause“, schmunzelt sie.

Mittlerweile befinden sich 40 betriebsintegrierte Arbeitsplätze in Einrichtungen und Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes in Kreis Olpe. Sie sind in unterschiedlichsten Bereichen wie Industriebetrieben, öffentlichen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen angesiedelt-Tendenz steigend. Allein in diesem Jahr konnten zehn neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Dabei bleibt das Beschäftigungsverhältnis mit der Werkstatt erhalten. Der Mensch mit Behinderung wird weiter von der Werkstatt betreut, versichert und bezahlt. Auch Eva Winkelmann wird regelmäßig vom Kerstin Cremer besucht. „Ein geschützter Rahmen, den viele Beschäftigte brauchen“, erklärt die Integrationsassistentin.

Von der Kooperation profitieren alle Seiten: Der Kindergarten erhält tatkräftige Unterstützung, denn es stehen tagtäglich vielfältige Tätigkeiten an. Die Werthmann-Werkstätten erfüllen ihren Auftrag, Menschen mit Behinderung wieder ins Arbeitsleben zu integrieren. Die Gewinner des Projekts sind aber immer die Beschäftigten.

„Wir könnten uns auch weitere betriebsintegrierte Arbeitsplätze in unseren Einrichtungen vorstellen“, erklärt Hans-Gerd Mummel auf der Basis dieses gelungenen Beschäftigungsverhältnisses.

Weitere Informationen zu den Werthmann-Werkstätten finden sie unter www.werthmann-werkstaetten.de

Werthmann Werkstätten Meggen sind eine Erfolgsgeschichte

Zum Geburtstag ließen die Beschäftigte Luftballons steigen

Meggen. Das familiäre Gefühl, die gute Stimmung und die stets ansprechbaren Mitarbeiter, geben der Abteilung Lennestadt der Werthmann-Werkstätten etwas Besonderes. Das wurde im Rahmen der Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen deutlich. Der Eingangsbereich der Einrichtung war voll besetzt. Beschäftigte und Mitarbeiter blickten ebenso erfreut auf die vergangenen zehn Jahre zurück, wie die Unternehmer, Angehörige und Partner der Abteilung. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Stefan Hundt. Die Abteilung Lennestadt ist die kleinste der vier Abteilungen der Werthmann-Werkstätten des Caritasverbandes Olpe und hat gerade deshalb ihren besonderen Charme. Im April 2007 wurde die Werkstatt mit einem großen Fest eingeweiht. Seinerzeit waren es 83 Beschäftigte und 16 Mitarbeiter. Heute sind es 114 Beschäftigte und 23 Mitarbeiter. "Es ist too, was ind en 10 Jahren hier entstanden ist. Die Abteilung ist klein und würdevoll. Die Integration der Abteilung mit der Stadt und ihren Bürgern, mit der katholischen und evangelischen Kirche und der Industrie sind ein Erfolgsfaktor!", resümierte Andreas Mönig, Leiter der Werthmann.

Präses Luetkevedder, der den Gottesdienst zelebrierte, sagte, dass es ein guter Zeitpunkt sei, Danke zu sagen und drum zu bitten, dass auch die nächsten zehn Jahre so werden. Die Erfolgsgeschichte sei geprägt von viel Arbeit und neuen Bekanntschaften und Freundschaften. "Die Werkstatt ist auf Fels gebaut, nicht auf Sand. Auf Fels bauen heißt auf Gott bauen. Sie alle sind auch Felsen, deshalb bin ich mir sicher, dass es erfolgreich weiter geht", so Präses Lütkevedder.

Es war eine kurzweilige Feier, geprägt von zufriedenen Gesichtern. Für gute Unterhaltung sorgte die Trommelgruppe "Jambo" unter Leitung von Karl-Heinz Wortmann, die ein musikalische Aushängeschild der Abteilung Lennestadt ist, das Video des Songs "Ich bin ich", das Mitarbeiter und Beschäftigte im vergangenen Jahr aufnahmen und auf Leinwand gezeigten Statements der Beschäftigten. In einer kurzen Gesprächsrunde resümierten Marco Schultze, Mitglied des Werkstattrates, Susanne Rüenauver als Abteilungsleiterin und Andreas Mönig die vielen Sternstunden, tollen Momente, aber auch die schwierigen Zeiten, in denen Mitarbeiter verstarben oder keine Arbeit vorhanden war. Auch für Susanne Rüenauver gab es viele Sternstunden. Dazu zählen die Eröffnung des Anbaus im Jahr 2013, die Betriebsfeste und die würdevolle Begleitung Menschen mit schweren Behinderungen. "Danke an mein tolles Mitarbeiterteam", strahlte Susanne Rüenauver. Bevor sich alle zusammen beim Mittagessen stärkten, stiegen viele bunte Luftballons gen Himmel auf. Zusätzliche Infos über die Werkstätten erhalten Sie unter www.werthmann-werkstaetten.de

 

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